
Wald.Wohnen.Weitblick: Ein klimaneutraler Wohnbau am Fuß der Nordkette
Warum Lüften? In den nächsten Jahrzehnten wird es noch viel öfter heißer werden – mit vielen Hitzetagen und Temperaturmaxima weit über 30°C. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes „cool*buildings“ (Zukunftsagentur Bau, FH Salzburg, Donauuniversität Krems, ecoplus) zeigen, dass ein zentrales Qualitätskriterium von klimafitten Wohnbauten - bei den bis 2050 zu erwartenden Klimadaten - die Möglichkeit sein wird, querlüften zu können, um die Wohnungen in der Nacht abzukühlen. Die Studie zeigt auch, dass das Querlüften bei langanhaltenden Hitzeperioden noch relevanter ist als außenliegender Sonnenschutz. Sogar die Art der Bauweise und die Sorge hinsichtlich fehlender Speichermaßen im Holzbau verliert ihre Relevanz – wenn man in der Nacht gut lüften kann. Darum haben wir die Baukörper so konzipiert, dass alle Wohnungen gut gelüftet werden können.
Projekt in Zahlen
– 4 Gebäude
– 3 Fahrradräume
– 3 Kinderwagenabstellräume
– 50 Garagenplätze
– 1 Gemeinschaft

Gemeinschaft
Die durch Höhenstaffelung und Einschnitte gegliederten Baukörper fügen sich gut in die Körnung der Umgebung ein. Die Situierung am Grundstück fasst einen zentralen Freiraum als belebten Treffpunkt für die Bewohner:innen.
Netzwerk
Ein wesentlicher Gestaltungsaspekt des Entwurfs ist die Verbindung der Anlage mit dem nördlich angrenzenden Waldraum sowie ihre minimale Anpassung an das geneigte Gelände. Wege entlang der Höhenlinien sichern einen natürlichen, barrierefreien Zugang zu den Baukörpern.
Zornierung
Die Anordnung ermöglicht eine klare Grundstückstrennung. Die Lage des freifinanzierten Baukörpers bietet freien Blick in die Weite (und ist auch eine Folge der Flugverbotszone). Bei der Konzeption der Tiefgarage wurde auf geringmögliche Bodenversiegelung geachtet.
Nachhaltigkeit
Wir setzen auf eine ressourcenschonende und energieeffiziente
Bauweise in Kombination mit klugen Baukörpern und einer optimierte Gebäudetechnik. Photovoltaikanlagen auf den extensiv begrünten Dächern erzeugen erneuerbare Energie.

PRISMA - Bauteil A
Die Wohnungen sind um den L-förmigen Erschließungskern so angeordnet, dass die Wohnzimmer immer mit einem Freiraum am Baukörperausseneck abschließen. Es gibt Wohneinheiten mit freien Balkonen, geschützte Loggien, begehbaren Dachterrassen und privaten Gärten. Die Tiefgarage, schließt an dem Bau der IIG an und nutzt die Zufahrt, sowie das Unterflur-Müllsystem. Im Dachgeschoss ist ein Fitnessraum mit Sauna und einer großzügigen Dachterrasse mit Blick über Innsbruck.

IIG - Bauteile B, C, D
Die 3 Baukörper der IIG unterscheiden sich primär in der Erdgeschosszone. Der Bauteil C ist eine Spiegelung der Bauteile B & D und besitzt kein Untergeschoss. Generell werden die unbelichteten Räume in der Hanglage, für Nebenfunktionen wie Einlagerungsräum, Technikräume usw. genutzt.
Es gibt nur 3 Obergeschosse und die Deckenspannweiten liegen bei 6 Meter, was stützenfrei Grundrisse ermöglicht und eine Dimensionierung der Materialstärken begünstigt. Die Wohnräume sind je an den Außenecken situiert, was für eine sehr gute Belüftung und Belichtung sorgt. Die Balkone sind selbsttragend und lediglich an der Fassade punktuell befestigt.




Statisches System
Das gewählte Tragsystem ist eine Massivholzkonstruktion aus Brettsperrholzwänden in Kombination mit Brettsperrholzdecken und einer Außenwand aus Holz, Stroh und Lehm. Die für eine Holzbauweise idealen geringen Spannweiten (6m) ermöglichen eine optimierte Deckenstärke von 150mm, wodurch die Gesamtstärke einer Geschossdecke nicht größer wird als bei der konventionellen Stahlbetonbauweise.

Fact Sheet
Ort
Innsbruck
Zeitraum
2025
Status
Projektidee
Fläche
Kooperationen
– studio mothwurf zt
– SI landschaftsarchitektur ZT






