
Wohnen ohne Alterslimit – WOAL+
Die Zukunft (des Alterns) liegt in Gemeinschaften. Durch Solidarität und Zusammenhalt ebnen sie den Weg in ein glückliches, gesundes Leben und fördern das Gefühl von Selbstwirksamkeit und Resilienz
Der gemeinnützige Verein WOAL – Wohnen ohne Alterslimit – hat ein Konzept für selbstorganisiertes, solidarisches Leben in Gemeinschaft für Menschen im dritten und vierten Lebensabschnitt entwickelt. Nach diesem Prinzip entsteht im neuen Quartier beim Kurpark Oberlaa das erste WOAL-Haus. co-form plant das damit kombinierte Familienhaus und einen Garconnierenverbund für Menschen mit Behinderung.
Projekt in Zahlen
– 79 Personen ab 60 Jahren im WOAL-Haus
– 30 Familienwohnungen
– 12 Garconnieren (im Verbund) für Menschen mit Behinderung
– 11 Gemeinschaftsräume
– 7 Generationen
– 2 Häuser
– 1 Gemeinschaft

Um einen gemeinschaftlichen Lebensort mit Strahlkraft zu schaffen, hat nonconform das Team in der Planungsphase partizipativ mit abgestimmten Workshopformaten der nonconform ideenwerkstatt begleitet.
Für die Wohnungen im Familienhaus sind kuratierte Vergaben vorgesehen, welche bereits bestehende Beziehungen und Netzwerke berücksichtigen. Beispielsweise ist geplant, dass Einheiten im Tandem an Angehörige von WOAL-Bewohner:innen vergeben werden. So wird Generationenwohnen in räumlicher Nähe möglich.
Ein besonderes Potenzial ist die – auf Vorschlag von co-form hin zum ersten Mal gewidmete – Klimafassade: eine vorgelagerte Regal-Konstruktion, welche die Balkone fasst und den Bewohner:innen individuelle Gestaltung, Beschattung und Begrünung ermöglicht
Das von co-form geplante Plus-Haus hat attraktive (Eck-)Loggien, die mit Glas verschlossen und zur Wohnraumerweiterung werden können. Die Wohnungsgrundrisse sind so konzipiert, dass unkompliziert ein zusätzliches Zimmer ausgebaut werden kann. Kompakte Homeoffice-Nischen ermöglichen die räumliche Trennung von Familie und Arbeit.


„WOAL ist ein Wohnprojekt für alte Leute und die, die es lustvoll und sinnerfüllt werden und sich ein Zuhause schaffen wollen, in dem sie bis zum Lebensende bleiben können.“
Ursula Wagner, Verein WOAL

Beide Häuser sind als Hybridkonstruktionen mit bauteilaktivierten Decken – zum Heizen und vor allem Kühlen – konzipiert. Eine begleitende vergleichende Ökobilanzierung unterschiedlicher Bauweisen bietet faktenbasierte Entscheidungsgrundlagen, um den CO2-Footprint des Baus zu minimieren.
Die Nutzung beider Häuser ist gemeinschaftlich gedacht und bietet flexible Gestaltungsräume. Die WOAL-Lobby wird zur organisatorischen Drehscheibe des Quartiers. Gemeinschaftsräume, eine Food Coop, unterschiedlich programmierte WOAL-Räume sowie ein niederschwelliges Grätzl-Angebot stärken den Zusammenhalt in der Nachbarschaft.

Fact Sheet
Ort
Wien
Zeitraum
2022 – 2028
Status
in Bearbeitung
Fläche
7.722 m²
Kooperation
– Verein WOAL – Wohnen ohne Alterslimit
– Landschaftsarchitektur: Lindle Bukor Atelier für Landschaft
– Diakoniewerk Syncare
– materialnomaden
– Renderings: expressiv


