
Urbane Baukultur am Wiener Prater Glacis
Das Hotel am Prater Glacis vereint auf den Flächen eines ehemaligen Busparkplatzes zwei Trendkonzepte der Hotellerie im Herzen Wiens. Das Hotel am Prater Glacis ist der mittlere Teil eines Ensembles, flankiert von einem Bürogebäude (Architektur: Franz&Sue) und einem weiteren Hotel (Planung: Zechner & Zechner).
Projekt in Zahlen
– 177 Zimmer Superbude
– 1 Frühstückslokal im Erdgeschoss
– 1 Dachrestaurant
– 133 Zimmer ZOKU
– 1 Rooftop Coworking
Auszeichnungen
– FIABCI World Prix d’Excellence GOLD 2023
– FIABCI Austria Prix d’Excellence 2022
– BigSEE Architecture Award 2023



co-form konzipierte einen markanten Kubus, in den zwei Hotelbetreiber einzogen: Superbude aus Hamburg bietet eine spannende Neuinterpretation des Hostel-Konzepts und Zoku Vienna innovative Work-Life-Lofts aus Amsterdam.
Im Entwurf lag die Herausforderung darin, die gänzlich unterschiedlichen Konzepte und Zielgruppen der beiden Hotelbetreiber unter einen Hut zu bekommen.
Nach einer gemeinsamen Reise zu den Stammhäusern, einigen Workshops und zahlreichen Abstimmungsgesprächen entstand ein harmonisches Gesamtbild, das Raum für Individualität und Präsenz bietet. Im Planungsprozess musste aufgrund der Nähe des Hotels zu den Fahrgeschäften besonders auf Licht- und Lärmschutz geachtet werden.


„In Zeiten, in denen Hotels auf der ganzen Welt in einem monotonen Einheitslook gebaut werden, freut es uns, dass wir zwei so individuelle Betreiber in der Umsetzung ihrer Vision begleiten und ihren Ideen einen zeitgemäßen architektonischen Rahmen geben durften.“
Katharina Kothmiller, co–form


Das Gebäude besteht aus zwei gläsernen Sockeln, darüber überspannen die Zimmergeschoße den nun verkleinerten Busparkplatz der Messe Wien und im Dachgeschoß befinden sich zwei Rooftop-Bars mit fantastischem Ausblick auf Prater und Innenstadt.
Ein öffentlicher Durchgang zum Prater teilt den gläsernen Sockel in zwei Teile und ermöglicht so eine klare Orientierung in der Zugänglichkeit. Die auffällige Holzfassade ist ein Blickfang im neuen Stadtquartier und setzt einen Kontrastpunkt zur optischen Reizüberflutung des Wurstelpraters. Eine begrünte Stahlkonstruktion fungiert als Filter für abendliches Licht und Lärm. Das vormals nur spärlich genutzte Areal präsentiert sich nun als Hotspot eines pulsierenden Stadtlebens in unmittelbarer Nähe zu Prater, Messe und WU Wien.





Auftraggeber
IG Immobilien Management GmbH
Auftragsumfang
Wettbewerb | Entwurf | Einreichplanung | Ausführungsplanung | Künstlerische Oberleitung
Team
Christian Schwarzinger (PL), Maximilian Aelfers, Anna Hagen, Claudia Heinzl, Peter Paller, Michal Pulman, Martin Puller, Oana Stancioiu, Johanna Steinhäusler, Sophia Thoma, Teresa Truckenmüller, Elly van der Bloemen, Daniel Wegerer, Matthias Wild
Publikationen
– Austria Architects
– Baunetz
– DETAIL
Ort
Wien
Zeitraum
2017 – 2021
Status
abgeschlossen
BGF
16.065 m²
Baukosten
26 Mio. €
Kooperation
– Betreiber: Superbude
– Betreiber: ZOKU
– Innenarchitektur Superbude: Atelier Karasinski & archiguards
– Innenarchitektur ZOKU: concrete amsterdam
– Ausschreibung, Baumanagement: Forstner GmbH
– Brandschutz: Kunz – Die innovativen Brandschutzplaner GmbH
– Statik: Dorr – Schober & Partner Ziviltechnikergesellschaft mbH
– Elektroplanung: ETP – Elektrotechnische Planungs GmbH
– Haustechnikplanung: Indutherm Planungs- und Installationsgesellschaft mbH
– Örtliche Bauaufsicht: BauConsult Bau- und PlanungsgesmbH
– Fotografie: Kurt Hörbst


