
Seebrise: Wo ein frischer Wind weht...
Warum Lüften? Weil Wien von Mai bis September in den nächsten Jahrzehnten noch viel öfter viel heißer werden wird – mit vielen Hitzetagen mit Temperaturmaxima weit über 30°C. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes „cool*buildings“ (Zukunftsagentur Bau, FH Salzburg, Donauuniversität Krems, ecoplus) zeigen, dass ein zentrales Qualitätskriterium von Wohnbauten bei den bis 2050 zu erwartenden Klimadaten, die Möglichkeit sein wird, (quer)lüften zu können, um die Wohnungen in der Nacht abzukühlen. Die Studie zeigt auch, dass das Querlüften bei langanhaltenden Hitzeperioden sogar noch relevanter ist als außenliegender Sonnenschutz.
So setzt unser Entwurf neue Maßstäbe für nachhaltiges Wohnen. Mit einem klaren Fokus auf Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft gestalten wir zukunftsfähige Lebensräume, die Umwelt und Ressourcen schonen und fit für heiße Sommer in der Seestadt sind.
Eine frische Brise für die Seestadt Aspern!
Projekt in Zahlen
– 2 Wohngebäude
– 106 Wohnungen
– 1 Kindergarten
– 1 Impulsraum
– 1 Gemeinschaftsraum
– 14 Gewerbeeinheiten
– 379 Fahrradabstellplätze

Klare Front: Ausbildung einer ruhigen, selbstbewussten Front zur Sonnenallee. Diese ist aus unserer Sicht besonders wichtig, um die Kante und den städtebaulichen Raum der Sonnenallee zu stärken.
Arkaden im Innenhof: Der Innenhof wird von Arkaden umschlossen, dadurch entsteht einerseits eine Erweiterung der Hoffläche andererseits bieten sie den Nutzer:innen Sonnen- und Witterungsschutz.
Querlüftung: Jede Wohnung ist quer- oder über Eck lüftbar. Diese Haltung kommt auch in den Fassaden zum Ausdruck, so gibt es in der Sonnenallee zwei Einschnitte für eine Hofbelüftung und für eine optische Auflockerung.
Abtreppung zum Innenhof: Die selbstbewusste Front der Sonnenallee staffelt sich um zwei Geschosse zum Innenhof hinunter. Dadurch erhält der Innenhof mehr Abendsonne und es entsteht eine optische Hoferweiterung
Alles Holz: Wir setzen auf einen konstruktiven Holzbau mit einer folienfreien, strohgedämmten Holz-Riegel-Außenwand mit einer Lehminnenschicht. So bauen wir ein klimaneutrales, hitzeresilientes Quartier für die Zukunft!




Der Innenhof von Baufeld F5 wird als halböffentlicher, geschützter Freiraum mit Öffnung zur „grünen Saite“ gestaltet, ohne direkte Durchwegung, um die umliegenden öffentlichen Räume zu stärken. Die Nutzung gliedert sich in eine erhöhte Kindergartenfreifläche und einen parkartigen Bereich rund um ein Punkthaus als Treffpunkt der Hausgemeinschaft. Ergänzend gibt es Spielangebote für Kinder und Jugendliche, naturnahe Gestaltungselemente sowie Wasserspiele zur Kühlung.
Pergolen sorgen anfangs für Schatten und können später rückgebaut werden. Die Kindergartenfläche enthält abwechslungsreiche Spielbereiche, darunter einen Spielhang und eine geschützte Wildniszone mit gezieltem Pflegekonzept. Terrassen und Rasenflächen bieten Raum für unterschiedliche Aktivitäten.
Ein begrüntes Atrium mit Kleinkinderspielplatz ergänzt das Angebot. Die Freiflächen sind überwiegend nicht unterbaut, stark begrünt und folgen dem Schwammstadtprinzip zur Regenwasserversickerung. Gemeinschaftliche Nutzungen wie Urban Gardening, Spielbereiche und intensiv begrünte Terrassen mit Baumpflanzungen fördern die Aufenthaltsqualität. Fahrradstellplätze sind ausreichend vorhanden.

Fact Sheet
Ort
Wien
Zeitraum
2025
Status
Projektidee
Fläche
18.650 m2 BGF (oberirdisch) + 1.655 m2 (unterirdisch)
Kooperationen
– Atelier Heiss Architekten
– studio mothwurf zt
– Landschaftsarchitektur | Lindle + bukor Landschaftsarchitekten
– Larix Engineering
– formlabor




